Die Kleinsten tragen das
größte Risiko:
Kinder und UV-Strahlung
Die Sommersonne lacht
und die Kinder zieht es nach draußen. Zum Toben, Skateboardfahren,
Rollschuhlaufen, Baseballspielen oder Baden. Schon sind sie weg. Auf und
davon. Und der Sonnenschutz? Für Kinder und Eltern ist er keineswegs
selbstverständlich. Doch in der Sonne tragen die Kleinsten das größte
Risiko. Dabei ist der Sonnenschutz ganz einfach in den Sonnenalltag zu
integrieren und wird zum „Kinderspiel “,wenn schon die Kleinen damit
aufwachsen. Eine übermäßige UV-Belastung der kindlichen und jugendlichen
Haut durch Sonnenbrände oder Aufenthalte in südlichen Gefilden kann später
Hautkrebs zur Folge haben.
Kinderhaut ist den
UV-Strahlen schutzlos ausgeliefert
Kinderhaut ist
erheblich dünner und empfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Die Zellen
der Kinderhaut sind den UV-Strahlen nahezu schutzlos ausgeliefert. Tritt der
Sonnenbrand auf, wurde der Haut bereits ein erheblicher Schaden zugefügt.
Denn dieses Warnsystem funktioniert bei Kindern noch zeitverzögerter als bei
Erwachsenen. Erschwerend kommt hinzu, dass gerade die Kleinen viel Zeit im
Freien verbringen, wo sie einem hohen Maß an Sonneneinwirkung ausgesetzt
sein können. Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erhöhen das Risiko
später Hautkrebs zu bekommen um das Zwei- bis Dreifache. Allein in
Deutschland erkranken jedes Jahr 120.000 Menschen neu an Hautkrebs und rund
3.000 Menschen sterben daran. Dabei ist Hautkrebsprävention ganz einfach und
bedeutet im Gegensatz zu vielen anderen Präventionsmaßnahmen nicht in erster
Linie Verzicht. Hier kommt es vielmehr auf das „Gewusst wie“ an. Viele
internationale Experten sind der Auffassung, dass ein in der frühen Kindheit
erlerntes Sozialverhalten auch im späteren Alter umgesetzt wird. Auch die
UN-Konventionen über die Rechte von Kindern gehen davon aus, dass ein in der
Kindheit falsch erlerntes Verhalten schwer im Erwachsenenalter zu ändern
ist.
Gehen Sie deshalb
mit gutem Beispiel voran: in den Schatten.
Kinder eifern
Erwachsenen gern nach. Zeigen Sie dem Nachwuchs also, wie man es richtig
macht. Verbringen Sie nicht zu viel Zeit in der Sonne. Nutzen Sie stets
Kleidung und Kopfbedeckung als Sonnenschutz. So lernen Kinder von früh auf,
wie man sich vor den Gefahren der Sonne schützen kann.
Praktische Tipps für den kleinen Sonnenschein
Für Babys ist die
Sonne tabu
Babys bis zum ersten
Lebensjahr gehören grundsätzlich nicht in die direkte Sonne. Sie sind der
UV-Strahlung praktisch schutzlos ausgeliefert und somit auf Ihre Fürsorge
angewiesen. Die zarte Haut ihres Babys sollte auch nicht unnötig mit
Sonnenschutzmitteln belastet werden.
Vitamin D
Auch ohne direkte
Sonneneinstrahlung profitiert Ihr Kind von den heilsamen Kräften der Sonne.
Insbesondere zur Vorbeugung eines Vitamin-D-Mangels reichen in den
Sommermonaten täglich 10 bis 15 Minuten indirekte Sonneneinstrahlung völlig
aus – auch in unseren Breitengraden. In sonnenärmeren Monaten darf es ruhig
auch die doppelte Besonnungszeit sein.
Einfach & gut:
Schatten und Kleidung
Der einfachste
Sonnenschutz ist immer noch der wirksamste: Schatten und sonnengerechte
Kleidung. Achten Sie beim Kauf von Textilien auf den UV-Protektions-Faktor (UPF),
der nicht geringer als 30 sein sollte. Beim Baden sollten die Schultern von
einem T-Shirt oder spezieller Badebekleidung bedeckt sein. Frühestens ab dem
1. Lebensjahr können Sonnenschutzmittel als Ergänzung zum textilen
Sonnenschutz angewendet werden. Vor Hautkrebs schützen sie jedoch nicht, wie
eine internationale Krebsstudie gezeigt hat. Cremes und Lotionen sollten
deshalb nicht dazu verleiten, den Aufenthalt in der Sonne zu verlängern oder
Tageszeiten mit hoher UV-Belastung zum Sonnenbaden zu nutzen. Kernregel:
Meiden Sie die Mittagssonne zwischen 11 und 16 Uhr.
Der wichtigste
Sonnenschutz für Sie und Ihr Kind
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Als Kopfbedeckung sind Hut, Kappe oder Tuch geeignet. Achten Sie darauf,
dass der Schirm groß genug ist, um Gesicht und Nacken ausreichend zu
schützen.
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Sunblocker und Zinkoxidsalbe für Hände und Gesicht verwenden. Aber
Vorsicht: frühestens ab dem ersten Lebensjahr benutzen.
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Hosen sollten weit geschnitten und möglichst lang sein.
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Schuhe sollten bequem sein und den Fuß vollständig bedecken. Esprandrilles:
Ja. Sandalen: nein.
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T-Shirts oder Hemden sollten sonnendicht und nicht zu eng, mit möglichst
langen Ärmeln sein.
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Eine Sonnenbrille verhindert Entzündungen in den Augen. Lassen Sie sich
vom Optiker bezüglich Sonnenbrillen mit UV-Filter beraten.
Kontakt für
weitere Informationen
Arbeitsgemeinschaft
Dermatologische
Prävention (ADP)e.V.
Postfach 10 07 45
20005 Hamburg
www.unserehaut.de
Deutsche Krebshilfe
e.V.
Postfach 14 67
53004 Bonn
www.krebshilfe.de
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Dermatologische Prävention e.V.
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