|
Das
interaktive Programm im Internet:
Mehr Sicherheit für Kinder - Safe Kids
Kinder verunfallen, weil sie noch nicht unterscheiden können, was in ihrer
Umwelt gefährlich und was harmlos ist. Kinder sind daher auf die Hilfe bzw.
Vorsicht ihrer Eltern und Betreuer angewiesen. Bei der Vorbeugung von
Unfällen muss man deshalb immer zweierlei beachten:1. Die Umgebung der
Kinder möglichst sicher zu gestalten und2. den Kindern den vorsichtigen und
sicheren Umgang mit gefährlichen Dingen und Situationen Schritt für Schritt
beizubringen. Dabei spielt die Vorbildfunktion der Erwachsenen eine
entscheidende Rolle: Alle Bemühungen bleiben wirkungslos, wenn Kinder
erleben, dass ihre Eltern etwas ganz anderes sagen als sie tun.
Welche
Gefahrenquellen gibt es?
Unfälle
geschehen dort, wo Kinder sich hauptsächlich aufhalten. Für Kleinkinder ist
dies der häusliche Bereich, für Schulkinder die Schule bzw. der Weg zur
Schule. Typische Unfälle in Heim und Freizeit sind Stürze, Stoßen an
Gegenständen, Verletzungen an scharfen Gegenständen - besonders
schwerwiegende Unfälle sind Vergiftungen, Verbrühungen, Ersticken und
Ertrinken. Im folgenden erhalten Sie nun einige Tipps zur Vermeidung von
Unfällen, die sich gerade jetzt im Herbst häufen.
Draußen
wird es kalt, feucht und ungemütlich, und Kinder spielen wieder mehr im Haus
oder in der Wohnung. Das ist für Erwachsene eine gute Gelegenheit, hier
Gefahrenquellen zu erkennen und auszuschalten. Viele Dinge, die für uns
Erwachsene selbstverständlich sind, können für Kinder zu verhängnisvollen
Gefahren werden. Deshalb sollten Eltern die Umwelt häufiger einmal aus
Kinderperspektive und mit Kinderaugen ansehen. Zum Beispiel beim Betrachten
von bunten, schön verpackten Putz- und Reinigungsmitteln. Sie machen Kinder
neugierig und verlocken dazu, probiert zu werden. Selbst wenn etwas
unangenehm schmeckt, spucken Kleinkinder es selten sofort wieder aus. Dazu
kommt, dass leider nicht alle schädlichen und giftigen Dinge schlecht oder
bitter schmecken. Daher sollten alle Medikamente, Reinigungsmittel und
Kosmetika in verschließbaren Schränken aufbewahrt werden. Lassen Sie
Medikamente, die bei Erkrankungsfällen gerade in Gebrauch sind, nicht am
Bett oder in der Küche liegen. Füllen Sie giftige Stoffe niemals in
Getränkeflaschen, und achten Sie beim Kauf von giftigen Substanzen darauf,
dass sie mit einem "kindersicheren" Drehverschluss ausgestattet sind. Zur
Sicherheit sollten Sie immer die Telefonnummer der regional zuständigen
Giftnotrufzentrale zur Hand haben. Vergiftungen drohen nicht nur auf
Erkundungstouren der Kleinen im Haushalt sondern auch im Garten. Auch wenn
der Sommer mit seinen bunten Blumen und Beeren schon vorbei ist, gibt es
nach wie vor viele giftige Pflanzen und Pilze auf Spielplätzen, Gärten und
im Wald. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es keine Beeren, Pflanzen, Blüten und
Pilze in den Mund stecken darf. Pflücken Sie selbst nur Pilze, die Sie genau
kennen. Alte sowie von Ungeziefer angefressene Pilze sind zum Genuss nicht
geeignet und oft bereits giftig! Lassen Sie im Zweifelsfall einen Pilz
lieber stehen.
Denken
Sie daran, dass Kinder bei der früh einsetzenden Dunkelheit beim Spielen
schlecht gesehen werden! Deshalb sollte man beim Kauf grundsätzlich auf gut
sichtbare, auffällige Kleidung, Schulranzen und Rücksäcke achten. Es sollten
helle oder reflektierende Farben gewählt werden, damit sie von Autofahrern
und anderen Verkehrsteilnehmern frühzeitig wahrgenommen werden können.
Gerade jetzt sollte die Lichtanlage des Fahrrads noch einmal überprüft
werden und natürlich darf das Fahrrad nur mit einem Fahrradhelm bestiegen
werden! Denken Sie daran, dass Sie auch hierbei eine entscheidende
Vorbildfunktion wahrnehmen.
|
|