Guten Tag, meine Damen und Herren, Sie hören das Gesundheitstelefon der
Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. zum Thema:
„Alle Jahre wieder: Erkältungskrankheiten".
Alle Jahre wieder haben
wir mit dem gleichen Problem im Winter zu kämpfen: dem Angriff der
Erkältungs- und Grippeviren. Husten, Schnupfen, Heiserkeit und die anderen
lästigen Begleiterscheinungen einer Erkältung, auch grippaler Infekt
genannt, beeinträchtigen das Wohlbefinden manchmal erheblich. Der Gang zum
Medikamentenschrank ist dann nicht mehr weit. Der beste Schutz vor einer
Erkältung ist, diese erst gar nicht entstehen zu lassen, und dafür kann man
so einiges tun. Hier einige Tipps zur Vorbeugung:
Starten Sie zum
Beispiel den Tag mit Wechselduschen. Fangen Sie mit warmem Wasser an und
hören Sie mit kaltem auf. Diese Art von Abhärtung macht nicht nur wach,
sondern regt den Kreislauf an, welches wiederum die Abwehrkräfte in Form
hält. Regelmäßige Saunabesuche stärken ebenfalls die Abwehrkräfte,
vorausgesetzt, Ihr Arzt hat nichts dagegen einzuwenden.
Eine vollwertige,
vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung ist das A und O, um die
Abwehrkräfte Ihres Körpers zu stärken. Ergänzen Sie Ihren Speiseplan mit
Rohkostsalaten, mit Gemüse und einer größeren Portion Obst. Versuchen Sie
den Genuss von Zigaretten einzustellen und den Konsum von Alkohol
einzuschränken. Studien haben ergeben, dass passivrauchende Kinder öfter an
Bronchitis und Mittelohrentzündungen erkranken als Kinder, die bei
nichtrauchenden Eltern aufwachsen. Hoher Alkoholgenuss beeinträchtigt Ihr
Immunsystem ebenfalls.
Bewegung an der
frischen Luft und Sport geben Ihrem Kreislauf einen extra Kick. Ziehen Sie
sich warm an, nach dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur
die falsche Kleidung!", und atmen Sie mal richtig durch. Versuchen Sie, im
Winter auf überfüllte Verkehrsmittel zu verzichten, da sich bei
Massenansammlungen von Menschen gerne Erkältungserreger übertragen.
Verzichten Sie ebenso auf Händeschütteln und konventionelle Begrüßungsküsse
zu Erkältungszeiten. Gönnen Sie sich mehr Ruhepausen und eine angenehme
Atmosphäre, in der Sie sich wohl fühlen.
Haben die Bakterien
und Viren doch erfolgreich bei Ihnen zugeschlagen, versuchen Sie es erst mit
den altbewährten Hausmitteln, bevor die schweren "Arzneigeschütze" zum
Einsatz kommen.
Versuchen Sie bei
einer Erkältung viel zu trinken, damit sich der Schleim besser lösen und
nicht festsetzen kann. Hier eignen sich heißer Lindenblüten-, Thymian- oder
Holundertee sowie auch jede Menge Mineralwasser. Dampfbäder mit Zusätzen von
ätherischen Ölen, wie Anis-, Fenchel-, Salbei- oder Minzöl, oder
Kamilleextrakten helfen. Sie lösen den Husten und befreien die Nase. Das
Einreiben der Brust und des Rückens mit geeigneten pflanzlichen Extrakten
und Salben aus der Apotheke erleichtern das Ausschnauben und Abhusten.
Gegen einen
ausgewachsenen Schnupfen ist ein altes Hausmittel hochwirksam: Heiße
Hühnersuppe mit Gemüse, Kräutern und Nudeln. Niemand konnte bisher
herausfinden warum, aber die Suppe bringt die Nasenschleimhäute zum
Abschwellen.
Warme und kalte
Wickel können Schmerzen und Fieber lindern. Sie sollten je nach Wickelart
aus Baumwollstoff und einem darüber gewickelten Frotteetuch oder Wollschal
bestehen. Grundvoraussetzung für kalte Wickel ist, dass Sie nicht frieren.
Hier einige Beispiele: Baumwollbrustwickel, die in heißem Zitronensaft
getränkt und mit einem trockenen Frottee- und Wolltuch um den Brustkorb
gewickelt werden, lassen jeden im Bett ins Schwitzen kommen. Halsschmerzen
lassen sich durch feuchtkalte Wickel lindern und Fieber kann durch kalte
Wadenwickel gesenkt werden. Achten Sie jedoch vor der Anwendung auf die
Temperatur der Wade. Ist diese kalt, dürfen kühle Wickel nicht angewendet
werden!
Beginnende
Halsschmerzen lassen sich oft durch Gurgeln mit dem Saft einer Zitrone,
einem Teelöffel Salz in warmem Wasser gerührt oder Salbeitee lindern.
Spüren Sie nach drei
Tagen keine Besserung, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Der Gang zum
Arzt sollte vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen
nicht auf die lange Bank geschoben werden.
Zum Thema
Erklärungskrankheiten erhalten Sie bei uns die Broschüre „Hausmittel". Bitte
schicken Sie 1,50 DM in Briefmarken an die Landeszentrale für
Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), Karmeliterplatz 3, 55116
Mainz.
In unserer nächsten
Telefonansage ab 1. Januar 2001 geht es um das Thema: „Wintersport".
Vielen Dank für Ihren
Anruf und die besten Gesundheitswünsche für das Jahr 2001.
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