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Das interaktive Programm:
Mehr Sicherheit für Kinder
In der Bundesrepublik Deutschland verunglücken jährlich mehr als 2 Millionen
Kinder bei Unfällen, die so schwerwiegend sind, dass sie einer ärztlichen
Behandlung bedürfen. 890.000 (42 %) der Kinderunfälle ereignen sich im Heim-
und Freizeitbereich. Die Häufigkeit von tödlichen Unfällen bei Kindern liegt
bei etwa 1000 pro Jahr, wobei über 50% des gesamten letalen Unfallgeschehens
auf das Vorschulalter entfallen. 70% aller tödlichen Unfälle in diesem Alter
ereignen sich in Heim und Freizeit. Kinder im Vorschulalter sind damit die
durch Unfälle in Heim und Freizeit mit Abstand am meisten gefährdete Gruppe.
Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommen auf ein
tödlich verletztes Kind ca. zwei Kinder, die sich so schwer verletzen, dass
ein Leben lang Behinderungen bestehen bleiben. Im Gegensatz zu
Kinderunfällen in Heim und Freizeit spielt der Straßenverkehrsunfall dem
Umfang nach nur eine geringe Rolle, sein Anteil beträgt ca. 12% des gesamten
Unfallgeschehens. Betrachtet man allerdings die Unfallfolgen, so entfallen
je nach Altersgruppe zwischen 30% und 40% der Unfälle mit tödlichem Ausgang
auf Verkehrsunfälle.
Unfallorte
Die Auswertung von Orten, an denen der Unfall geschieht, zeigt, dass für die
Unfälle in Heim und Freizeit das Kinderzimmer (ca. 25%) der Ort ist, an dem
Kinder am häufigsten verunglücken. Danach folgen der Hof und der Garten, die
Küche, der Spielplatz, das Treppenhaus und das Bad.
Unfallarten
Über die Hälfte aller Unfälle sind Stürze (32% Stürze aus der Höhe; 19%
Stürze in der Ebene). Es folgen Verletzungen durch Stoßen an Gegenständen
(25%) und die Verletzungen an scharfen Gegenständen (9%), thermische
Verletzungen (3%), Badeunfälle, Vergiftungen, Verschlucken von Fremdkörpern;
außerdem nicht zu vernachlässigen sind Unfälle mit Tieren.
Unfallfolgen
Betrachtet man die Unfallfolgen, dann sind die häufigsten Unfälle nicht
diejenigen mit tödlichen Ausgang, sondern mit leichten bis schweren
Verletzungen (Schädel-Hirn-Trauma, Frakturen und thermische Verletzungen).
Die bedeutendsten Heim- und Freizeitunfälle mit tödlichem Ausgang sind
Ersticken und Ertrinken: Allein im Vorschulalter ertrinken pro Jahr in
Deutschland etwa 100 Kinder. Das sind etwa ein Fünftel aller Ertrunkenen der
Gesamtbevölkerung überhaupt.
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